Vorhersagedrift für deinen Ort

Die Startseite dieser Website zeigt, wie weit elf Modelle heute auseinanderliegen. Diese Seite stellt dieselbe Frage entlang einer anderen Achse: Wie weit liegt die Vorhersage von heute von der Vorhersage von gestern entfernt — für ein und denselben Tag? Ein Tag, dessen vorhergesagter Höchstwert seit einer Woche stillsteht, ist etwas anderes als einer, der bei jedem Lauf um zwei Grad springt. Beides steht in den Daten, und kaum jemand zeigt es.

Stabilität ist nicht Richtigkeit

Das ist der Satz, der diese Seite zusammenhält, und er gehört nach oben und nicht in eine Fußnote: Eine ruhige Vorhersage ist keine richtige Vorhersage. Alle Läufe können sich einig sein und trotzdem gemeinsam danebenliegen — ein Modell, das seinen eigenen Fehler beharrlich wiederholt, sieht hier stabil aus. Umgekehrt kann ein springender Wert bedeuten, dass die Modelle gerade dabei sind, sich zu verbessern.

Diese Seite misst deshalb ausschließlich Selbstkonsistenz: die Streuung der Vorhersage um sich selbst. Sie vergleicht mit keiner einzigen Messung. Wer wissen will, wie weit die Vorhersagen tatsächlich danebenlagen, findet das im Feldbericht — dort steht die Vorhersage gegen die echte DWD-Stationsmessung, und nur dort fällt das Wort „Fehler“ zu Recht.

Was hier gerechnet wird

Die Schnittstelle previous-runs-api von Open-Meteo gibt zu jeder Stunde nicht nur den aktuellen Wert, sondern zusätzlich das, was die Modellläufe der vergangenen Tage für dieselbe Stunde ausgaben. Damit lassen sich mehrere Läufe nebeneinander legen, ohne selbst ein Archiv zu führen.

Was hier bewusst nicht behauptet wird

Wie sich das von den Nachbarseiten unterscheidet

Quellen und Nachprüfbarkeit

Daten: Open-Meteo, Lizenz CC BY 4.0, keyless über previous-runs-api.open-meteo.com/v1/forecast. Abgerufen werden die Stundenfelder temperature_2m und temperature_2m_previous_day1 bis …_previous_day7 in der Zeitzone des Ortes. Welche dieser Felder tatsächlich Werte für kommende Tage enthalten, entscheidet die Seite an der Antwort und nicht an einer Annahme; die Zahl der verwendeten Läufe steht unter dem Diagramm.

Geprüft am 02.08.2026 und hier festgehalten — erstens: Die Vorläufer-Felder gibt es nur auf hourly. Ein Abruf mit daily=temperature_2m_max_previous_day1 antwortet mit HTTP 400 („Cannot initialize ForecastVariableDaily from invalid String value“). Der Tageshöchstwert wird deshalb auf dieser Seite aus den Stundenwerten gebildet — das ist eine eigene Rechnung und keine Angabe der Schnittstelle, und deshalb steht es hier.

Zweitens, und wichtiger: Für Zieltage in der Zukunft ist temperature_2m_previous_dayN ab dem Tag +N bitgleich mit dem aktuellen Lauf. Nachgemessen über 168 Stunden für Karlsruhe: in diesem Bereich weichen null Stunden ab, größte Differenz 0,00 K; davor weicht fast jede Stunde ab, im Mittel um 0,6 bis 3,9 K, wachsend mit N. Ein Zieltag d Tage voraus hat also nur 8 − d echte Läufe. Diese Seite verwirft die Kopien, statt acht Läufe zu behaupten, wo zwei stehen.

Für abgeschlossene Tage verhält sich dieselbe Schnittstelle normal: Im Fenster 20.–31.07.2026 weichen 273 bis 282 von 288 Stunden ab, und die mittlere Abweichung wächst mit dem Vorlauf (0,66 / 1,27 / 1,53 / 2,28 K für N = 1/2/3/5). Genau das ist der Fingerabdruck echter Vorhersagen — eine Reanalyse liefe nicht mit dem Vorlauf auseinander —, und genau so nutzt sie der Feldbericht. Diese Seite blickt nach vorn und muss deshalb mit weniger echten Läufen auskommen, je weiter der Tag entfernt ist.

Wie diese Website ihre eigenen Vorhersagestände aufhebt, steht auf Daten; wie man sie selbst abruft, auf Daten nutzen. Die Diagrammregeln — keine Glättung, keine Trendlinie, Differenzachsen ab null, Farbe nie als einziges Unterscheidungsmerkmal — stehen in der Methodik.