Die These in drei Sätzen
Jede andere Wetterseite zeigt eine Zahl und verschweigt dabei zwei Dinge: dass die Modelle sich über diese Zahl streiten, und dass ihre eigene Vorhersage von letzter Woche falsch war. Diese Seite dreht das um — die Spanne steht vorne, die Zahl daneben, und die Nachkontrolle der eigenen alten Vorhersagen gegen echte Stationsmessungen steht direkt darunter. Eine Vorhersage ist keine Aussage, sondern ein Vorschlag mit Fehlerbalken; dieser Fehlerbalken verschwindet sonst nur deshalb aus der Anzeige, weil er sich schlecht als Wetter-Widget verkauft.
Elf Wetterdienste rechnen dasselbe Wetter aus und kommen nicht zum selben Ergebnis. Wer daraus einen Mittelwert bildet und als eine Zahl hinschreibt, hat nicht gerechnet, sondern gerundet, was man nicht weiß. Und wer seine These mit einem gut gewählten Einzeltag belegt, hat nichts belegt — deshalb mittelt die Nachkontrolle die Beträge der Fehler über sieben Tage, sonst heben sich Plus und Minus auf und alles sieht perfekt aus.
Alle Datenquellen
Neun Quellen, alle ohne Schlüssel. Die Datenquellen tragen die Vorhersage; diese Seite tut nichts weiter, als sie nebeneinanderzulegen. Jede Quelle steht hier mit dem, was sie liefert, und ihrer Lizenz.
| Quelle | Was sie liefert | Lizenz |
|---|---|---|
| Open-Meteo | Vorhersage, Modellvergleich (11 Modelle), Ensemble, Nachkontrolle, Luft, Pollen, Hochwasser, Wellen, Archiv, Ortssuche | CC BY 4.0, nur nichtkommerziell |
| Bright Sky | DWD-Messwerte und DWD-Warnungen (punktgenau) | Daten: DWD, GeoNutzV Code: MIT |
| www.dwd.de | Warnlage nach Landkreis (WarnWetter-JSON) | DWD, GeoNutzV |
| maps.dwd.de | Niederschlagsradar (WMS) und Nowcast der nächsten Stunden (WFS) | DWD, GeoNutzV |
| PEGELONLINE | Flusspegel: Wasserstand, Abfluss, Wassertemperatur | DL-DE→Zero-2.0 |
| MeteoAlarm (EUMETNET) | Amtliche Warnungen aus 38 europäischen Ländern (CAP-Feeds) für die
Warnlage Europa. Als einzige Quelle NICHT vom Browser
geholt: Die Feeds senden keine CORS-Freigabe, deshalb holt sie der Schnappschuss
serverseitig und legt sie unter /data/warnlage/ ab. |
EUMETNET/MeteoAlarm, Namensnennung |
| SMARD (Bundesnetzagentur) | Stromerzeugung je Viertelstunde für
Wetter und Strom, über die offenen
Diagramm-Dateien unter /app/chart_data/. |
Bundesnetzagentur, offene Daten — Lizenzbezeichnung hier nicht belegt |
| NASA POWER | Langjährige Klimamittel (Reanalyse MERRA-2) als zweite, unabhängige Rechnung neben ERA5 im Klimavergleich. | NASA Langley Research Center — Lizenzbezeichnung hier nicht belegt |
| OpenStreetMap | Kartenkacheln | ODbL |
Open-Meteo verwendet seinerseits die Modelle von DWD, NOAA, ECMWF, MeteoFrance, UK Met Office, Environment Canada, JMA, KNMI, DMI, MET Norway und CMA. — PEGELONLINE ist der bequemste Fall der Tabelle: DL-DE→Zero-2.0 verlangt nicht einmal Namensnennung. Die Quelle steht trotzdem hier; eine Quelle nicht zu nennen, nur weil man darf, ist keine Ersparnis, sondern eine Auslassung.
Nicht kommerziell — das ist kein Kleingedrucktes
Der Code dieser Seite steht unter MIT und erlaubt jede Nutzung, auch die kommerzielle. Open-Meteos Gratis-API ist aber ausdrücklich nur für nichtkommerzielle Zwecke — als kommerziell gilt dort schon, eine Seite mit Werbung oder Abonnements zu betreiben. Diese beiden Lizenzen decken nicht dasselbe ab: Wer den Code nimmt, ihn mit Werbung betreibt und die eingetragenen Open-Meteo-URLs stehen lässt, verstößt gegen die Terms der Datenquelle, nicht gegen MIT. Der Code gehört dir, die Daten nicht. Für kommerzielle Nutzung führt der Weg über einen kostenpflichtigen Open-Meteo-Zugang.
Die Ehrlichkeitsregeln, die im Code stecken
Jede dieser Regeln steht so im Code, und jede hat einen Grund. Ohne den Grund wäre es Kosmetik.
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Eine Messung ist nie ein Modell.
Bright Sky liefert drei Sorten Werte gemischt.
historicalist qualitätsgeprüft → wird als „geprüft“ gekennzeichnet.currentundsynopsind echte Stationsmessungen, aber roh → werden genommen und als „roh“ gekennzeichnet.forecastist Bright Skys eigene Vorhersage → wird verworfen, denn ein Modell ist keine Messung. Zusätzlich füllt Bright Sky einzelne Felder aus fremden Quellen nach (fallback_source_ids) — deshalb wird die Quelle pro Wert aufgelöst, nicht pro Datensatz, und an jeden Messwert wird geschrieben, ob er geprüft oder roh ist. -
Gemessen wird gegen die Station, nicht gegen die Stadt.
Die alte Vorhersage wird zur Nachkontrolle an der Stationskoordinate abgefragt, sonst steckt die Entfernung Stadt/Station im „Vorhersagefehler“. Und die Entfernung ist nicht das einzige Problem — die Höhe auch: Auf der Zugspitze (2.956 m) ist die nächste meldende Station Garmisch-Partenkirchen, 9 km entfernt, aber 2.237 m tiefer. Neun Kilometer klingen nah, der Wert ist trotzdem ein Talwert. Die Seite sagt es dazu, wenn die Station deutlich anders hoch liegt als dein Ort.
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Das Radar zeigt Vorhersage, wo es Vorhersage ist.
Der vordere Teil des Niederschlagsradars ist DWD-Nowcast — gerechnete Zukunft, rund zwei Stunden voraus, keine Messung. Er wird als „Vorhersage – noch nicht gemessen“ gekennzeichnet, damit die Seite nicht still eine Rechnung als Radarbild verkauft.
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Warnungen: Punkt statt Kreis — und Kreis nur als Kontext.
Der DWD warnt mit Polygonen, nicht mit Landkreisen. Bright Sky rechnet Punkt-in-Polygon — präziser als jede Kreisanzeige. Wer aber in einer Warn-App „Kreis X: Gewitter“ gelesen hat und hier nichts findet, hält diese Seite für kaputt. Deshalb zeigt sie die Kreiswarnung zusätzlich, aber als das, was sie ist: eine Warnung, die deinen Ort nicht abdeckt. Das ist ehrlicher als Schweigen und ehrlicher als Kreis-Alarmismus.
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Wahrscheinlichkeiten mit sichtbarem Nenner.
Die Regenwahrscheinlichkeit steht als „10 von 51 Läufen sagen Regen“ statt als fertige Prozentzahl — dieselbe Zahl, aber man sieht, woraus sie gemacht ist. Die Zahl der Ensemble-Member wird aus der Antwort gezählt, nie hart hingeschrieben: Verliert ein Modell Member, soll es auffallen. Und weil eine Wahrscheinlichkeit eine Behauptung ist, wird sie im Nachhinein geprüft: die Regenprobe zählt, wie oft es an Tagen mit „x von n“ wirklich geregnet hat. Warum andere Apps dieselbe Frage anders beantworten, steht auf Warum Wetter-Apps sich widersprechen.
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Kein Schlüssel, kein Backend, kein Tracker, kein CDN, kein Consent-Banner.
Ein API-Schlüssel in einer statischen Seite steht im Klartext im Quelltext — jeder, der Strg+U drückt, hat ihn. Die einzige ehrliche Beschreibung wäre: sein Passwort veröffentlichen und hoffen, dass niemand hinsieht. Diese Seite benutzt darum ausschließlich schlüsselfreie Quellen: nichts zu leaken, kein Konto, kein eigener Server, der eine Anfrage sähe. Der Preis dafür steht offen unten bei den Grenzen — die Anfragen gehen direkt aus deinem Browser an die APIs, die dabei deine IP sehen.
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Der Permalink „Prüf mich nach“ leitet nie neu ab.
Wer eine Vorhersage festhält, bekommt die heute gezeigten Zahlen unverändert in den URL-Hash geschrieben — kein Backend, kein Speicher, kein Kürzungsdienst. Der gespeicherte Wert wird beim Wiederherstellen nie neu berechnet. Könnte die Seite das, könnte sie die alte Vorhersage still gegen die neue tauschen — also genau der Betrug, den sie den Wetter-Apps vorwirft.
Vier Regeln zum Anschauen
Dieselben Regeln von oben, als Bild. Die Zeichnungen sind schematisch — sie zeigen das Prinzip, keine echten Messwerte. Wer Zahlen sucht, findet sie drüben auf der Hauptseite und im Feldbericht — und die Nachrechnung zur Spanne selbst, also wie oft sie die gemessene Temperatur wirklich eingeschlossen hat, in der Trefferquote.
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Was reinkommt, was bleibt, was fliegt
schematischBright Sky mischt drei Sorten Werte in einer Antwort. Zwei sind echte Messungen und werden genommen — die eine geprüft, die andere roh, jede mit ihrem Etikett. Die dritte ist Bright Skys eigene Vorhersage und fliegt raus: ein Modell als Messung auszugeben wäre die Kernsünde, die diese Seite vermeidet.
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Punkt statt Kreis
schematischDer DWD warnt mit Flächen (Polygonen), nicht mit Landkreisen. Die Seite prüft, ob dein Punkt in der Fläche liegt. Ein Ort kann im gewarnten Kreis liegen und trotzdem außerhalb der Gefahr — die Kreisanzeige hätte hier zu viel gewarnt.
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Der Fehler wächst mit dem Vorlauf
schematischKurzer Vorlauf, kleiner Abstand zwischen Vorhersage und späterer Messung. Langer Vorlauf, großer Abstand. Der Abstand ist der Fehler — und er wächst, je weiter die Vorhersage nach vorn greift.
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Nah ist nicht gleich vergleichbar
schematischDie nächste meldende Station kann wenige Kilometer entfernt sein und trotzdem hunderte Meter tiefer liegen. Auf der Zugspitze ist die nächste Station Garmisch-Partenkirchen: 9 km weit, aber 2.237 m tiefer — ein Talwert. Die Seite sagt es dazu, wenn die Station deutlich anders hoch liegt als dein Ort.
Die vier DWD-Warnstufen — was sie bedeuten
Wenn oben auf der Wetterseite eine farbige Warnung steht, kommt sie vom Deutschen Wetterdienst und trägt eine Stufe von 1 bis 4. Die Stufe ist keine Geschmacksfrage, sondern an messbare Schwellen gebunden. Hier stehen die vier Stufen mit dem Wortlaut des DWD und je einem Beispiel-Schwellenwert. Die Bedeutungstexte sind vom DWD zitiert, die Zahlen aus seinen amtlichen Warnkriterien.
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Stufe 1 Amtliche Warnung DWD-Farbe: Gelb
„Die erwartete Wetterentwicklung ist nicht ungewöhnlich, trotzdem können wetterbedingt Gefährdungen auftreten.“ Ein Hinweis, kein Alarm: informiert bleiben, Verhalten anpassen.
Beispiel Wind: Windböen ab
50 km/h(7 Bft). -
Stufe 2 Warnung vor markantem Wetter DWD-Farbe: Orange
„Die erwartete Wetterentwicklung ist nicht ungewöhnlich, aber gefährlich. Es können vereinzelt oder örtlich Schäden auftreten.“ Vorsichtig sein, riskantes Verhalten meiden.
Beispiel Wind: Sturmböen
65–89 km/h. Beispiel Regen: Starkregen15–25 l/m²in 1 Stunde. -
Stufe 3 Unwetterwarnung DWD-Farbe: Rot
„Die erwartete Wetterentwicklung ist sehr gefährlich. Es können verbreitet Schäden durch das Wetter auftreten.“ Aufenthalte im Freien vermeiden.
Beispiel Wind: Orkanböen ab
120 km/h. Beispiel Regen: heftiger Starkregen25–40 l/m²in 1 Stunde. -
Stufe 4 Warnung vor extremem Unwetter DWD-Farbe: Violett
„Die erwartete Wetterentwicklung ist extrem gefährlich. Es können lebensbedrohliche Situationen entstehen und große Schäden und Zerstörungen auftreten.“ Anweisungen der Behörden folgen.
Beispiel Wind: extreme Orkanböen überörtlich mehr als
140 km/h. Beispiel Regen: extrem heftiger Starkregen über40 l/m²in 1 Stunde.
Nicht jedes Wetterelement hat alle vier Stufen: Starkregen beginnt erst bei Stufe 2, Nebel gibt es nur als Stufe 1, und die Hitzewarnung belegt technisch nur die Stufen 1 und 3. — Und eine eigene Einschränkung: Die Wetterseite färbt die Punkt-Warnungen nach genau dieser Stufe (1→Gering, 2→Mittel, 3→Schwer, 4→Extrem), benutzt dafür aber ihre Statuspalette — und die kennt kein Violett, sondern zeigt Stufe 3 und Stufe 4 in demselben Rot. Die Stufe steht deshalb immer als Wort dabei, nie in der Farbe allein.
Quelle: Deutscher Wetterdienst, „Warnstufen und Farbskala“ und „Warnkriterien“ (dwd.de), abgerufen am 18.07.2026. Die Wetterseite bezieht die Warnungen selbst über Bright Sky (punktgenau) und die DWD-Warnlage nach Landkreis; siehe die Quellentabelle oben.
In Alltagssprache
Die Begriffe, die auf der Hauptseite vorkommen — je ein Satz, ohne Fachchinesisch.
- K / Kelvin
- Ein Maß für Unterschiede in der Temperatur: 1 K ist genau 1 Grad Abstand. Wenn die Modelle um „3,9 K“ auseinanderliegen, heißt das: zwischen dem kältesten und dem wärmsten liegen 3,9 Grad.
- Vorlauf
- Wie weit eine Vorhersage nach vorn schaut — von jetzt bis zu dem Zeitpunkt, den sie meint. Je größer der Vorlauf, desto unsicherer die Zahl.
- Ensemble („Läufe“)
- Dasselbe Wetter wird viele Male mit leicht veränderten Startwerten durchgerechnet. Wie viele dieser Läufe Regen sagen, ergibt die Wahrscheinlichkeit — z. B. „10 von 51 Läufen“.
- Nowcast
- Die Vorhersage für die allernächsten ein bis zwei Stunden, aus dem aktuellen Radarbild fortgerechnet. Sehr kurzer Vorlauf, aber trotzdem gerechnete Zukunft, keine Messung.
- Spanne / Perzentil
- Statt einer einzelnen Zahl ein Von-bis. Die Spanne auf dieser Seite ist der Abstand zwischen dem kältesten und dem wärmsten Modell. Ein Perzentil ist allgemein eine solche Grenze in einer Verteilung — der Wert, unter dem ein bestimmter Anteil der Läufe liegt.
- Rohwert vs. geprüft
- Ein Rohwert kommt direkt von der Station, ungeprüft und schnell. Ein geprüfter Wert hat die Qualitätskontrolle des Wetterdienstes durchlaufen — genauer, aber später. Die Seite schreibt an jeden Messwert, welcher von beiden er ist.
- Punkt-in-Polygon
- Die Rechnung „liegt dieser eine Ort innerhalb dieser Fläche?“. So prüft die Seite, ob eine DWD-Warnfläche wirklich deinen Standort abdeckt — und nicht nur irgendwo im selben Landkreis liegt.
- Warnstufe (amtliche Warnung 1–4)
- Die vierstufige Skala des DWD — von Stufe 1 (Wetterwarnung, gelb) über markant (orange) und Unwetter (rot) bis Stufe 4 (extremes Unwetter, violett). Jede Stufe hängt an messbaren Schwellen; die Bedeutungen stehen ausführlich im Abschnitt „Die vier DWD-Warnstufen“ oben.
- SYNOP (Stationsnetz)
- Das internationale Netz von Wetterstationen, die zu festen Terminen melden. Bright Sky greift darauf zu — deshalb kommt auch mal im Ausland eine Messung, aber nicht lückenlos: Wie viele Stationen gerade gemeldet haben, schwankt über den Tag.
- CORS (Cross-Origin-Regel)
- Eine Sicherheitsregel im Browser: Ein fremder Server muss ausdrücklich erlauben,
dass eine Webseite seine Daten liest. Erlaubt er es nicht, bleibt er für eine Seite
ohne eigenen Server unerreichbar — genau daran scheitert
opendata.dwd.de(siehe „Was die Seite nicht kann“). - Gitterpunkt / Rasterwert
- Modelle rechnen nicht für jeden Punkt, sondern für ein grobes Gitter aus Zellen. Ein „Rasterwert“ ist der Wert der Zelle, die deinem Ort am nächsten liegt — und die kann beim Hochwasser eben neben dem Fluss statt im Fluss liegen.
Was die Seite nicht kann
Ehrlichkeit hört nicht bei den fremden Zahlen auf. Diese Grenzen lassen sich nicht wegdesignen, also stehen sie hier.
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Die Messabdeckung ist lückenhaft, nicht binär.
Bright Sky greift auf das internationale SYNOP-Netz zu, dessen Abdeckung über den Tag schwankt. Kommt eine Messung, nennt die Seite Station, Entfernung und ob der Wert geprüft ist; kommt keine, sagt sie das — statt die Sektion wegzublenden. Ab 25 km Entfernung warnt sie; auch 6 km können ein anderes Mikroklima sein. Die DWD-Warnungen gelten dagegen wirklich nur für Deutschland.
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opendata.dwd.de ist per CORS unerreichbar.
Der Open-Data-Server des DWD sendet keinerlei CORS-Header — kein Browser darf ihn fragen. Damit fallen MOSMIX, die Klimadaten des CDC und der Waldbrandindex aus. Nicht, weil sie geheim wären, sondern weil sie für eine Seite ohne Backend hinter einer Wand liegen. Ein Proxy würde es lösen — und wäre das Backend, das diese Seite nicht haben will.
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Die Archiv-API liefert nicht immer, was draufsteht.
Die geprüften Archivwerte (
era5) hinken nach; wer das Archiv ohne Modellangabe fragt, bekommt die jungen Tage still mit einem Modell (ecmwf_ifs) aufgefüllt — ein Modell, ausgeliefert als Archiv, ohne dass die Antwort es sagt. Eine feste Zahl für den Verzug steht hier bewusst nicht; sie schwankt. Der Klimavergleich der Seite ist davon nicht betroffen, er fasst nur abgeschlossene Jahre an. -
Der Hochwasserwert ist ein Rasterwert, kein Pegel.
Open-Meteos Hochwassermodell antwortet am nächsten Gitterpunkt — und der liegt oft neben dem Fluss. Am Rhein misst PEGELONLINE an einer Stelle über 600 m³/s, während das Modell auf derselben Koordinate rund 1 m³/s meldet und erst die Nachbarzelle wieder in der richtigen Größenordnung liegt: derselbe Wert ist entweder ungefähr richtig oder um den Faktor ~500 daneben, je nachdem, welche Zelle man trifft. Deshalb steht der echte Pegel neben dem Modellwert — die Seite zeigt ihre eigene Hochwasserzahl als fragwürdig an.
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Die Kartenkacheln sehen die IP.
Leaflet liegt lokal im Repo, die OSM-Kacheln aber kommen von einem fremden Server, und der sieht die IP jedes Betrachters — die Kacheln lassen sich nicht mitliefern, es sind zu viele. Seit dem 01.10.2026 lädt die Karte erst, wenn sie einen Moment lang sichtbar im Bild steht oder du oben auf „Radar“ tippst; wer über die Sprungleiste an ihr vorbei weiter nach unten springt, lädt sie nicht. Bis zum 01.10.2026 stand hier „Wer das nicht will, lässt die Kartensektion ungeöffnet“ — die Sektion ließ sich aber nie öffnen oder schließen, die Kacheln kamen bei jedem Aufruf. Wer sie nicht will, scrollt also nicht bis zur Karte.
Wo diese Seite selbst gescheitert ist
Eine Seite, die Ehrlichkeit behauptet und ihre eigenen Fehler wegräumt, wäre bloß eine besser formulierte Wetter-App. Also stehen die Fehler hier — alle drei sind behoben, aber nicht versteckt. (Zusatz vom 01.10.2026: Es blieb nicht bei dreien. Diese drei gehören zu den ältesten; alle belegten Fehler der Seite — bis heute 169, jeder mit Datum, betroffener Seite und Commit — stehen im Fehlerprotokoll.)
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22 von 24 Rohwerten als „geprüft“ ausgegeben.
Der alte Filter schaute die Datenqualität pro Datensatz nach, nicht pro Wert. An einem gemessenen Tag ließ er 24 Stunden als „geprüfte Messung“ durch, von denen nur 2 wirklich geprüft und 22 Rohwerte waren — genau die Sorte Etikettenschwindel, die diese Seite bei den Wetter-Apps anprangert, nur leiser. Behoben: Die Quelle wird jetzt pro Wert nachgeschlagen, und jeder Messwert trägt sein Etikett „geprüft“ oder „roh“.
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Einen Talwert „Zugspitze“ genannt.
Die Seite zeigte „18 °C – gemessen in Zugspitze, 0,1 km entfernt“. Der Wert kam in Wahrheit aus Garmisch-Partenkirchen, 2.237 m tiefer: Der genannte Name kam aus dem einen Feld, der Wert aus einem anderen. Behoben: Der genannte Name und die genannte Entfernung gehören jetzt zu dem Wert, der danebensteht — immer.
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Eine gehärtete Referrer-Policy sperrte die eigene Karte.
Aus den Headern der Schwesterseiten war
no-referrerübernommen worden. OpenStreetMaps Kachel-Richtlinie verlangt aber einen Referer zur Identifikation der Anwendung — ohne ihn blockierte OSM die Kacheln („Referer is required by tile usage policy“). Behoben mitstrict-origin-when-cross-origin: Fremde Hosts bekommen nur den Origin, nie Pfad oder Query — genau die Kennung, die die Richtlinie will, und nichts darüber hinaus.
So prüfst du uns selbst nach
Nichts auf dieser Seite verlangt, dass du ihr glaubst. Weil sie ohne Schlüssel, ohne Backend und ohne verstecktes Skript arbeitet, kannst du jede Behauptung mit Bordmitteln selbst nachrechnen. Vier Wege, vom einfachsten zum gründlichsten.
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Den Quelltext lesen — Strg+U.
Die Logik der Startseite liegt offen in drei Skriptdateien:
data.jsholt und rechnet,ui.jsstellt dar,vendor/leaflet-1.9.4.jsist die Karte (seit dem 01.10.2026 erst geladen, wenn du sie ansiehst); seit dem 27.09.2026 kommtstartseite.jsdazu, das die Archiv-Bilanz und „Wissen des Tages“ zeichnet — bis zum 01.10.2026 fehlte es in dieser Aufzählung. Dazu setzttheme.jsdas Hell/Dunkel-Schema und baut auf jeder Seite den Umschalter dafür. Bis zum 01.10.2026 stand hier „setzt nur das Hell/Dunkel-Schema“ — den Umschalter baut es seitdem selbst. (Die übrigen Seiten bringen je ein eigenes Skript mit, alle ebenso unverpackt. Eine Gesamtzahl steht hier bewusst nicht mehr — die letzte war nach wenigen neuen Seiten falsch.) Kein Bundler, kein Minifier, keine Verschleierung — du liest denselben Code, der läuft. Gäbe es einen API-Schlüssel, stünde er hier im Klartext; es gibt keinen. -
Die Roh-API selbst aufrufen.
Alle Quellen sind schlüssel-frei — du kannst dieselben URLs abfragen, ohne Konto, ohne Anmeldung. Die Spanne aus dem Modellvergleich holst du dir so direkt bei Open-Meteo (hier drei der elf Modelle, Karlsruhe):
curl "https://api.open-meteo.com/v1/forecast?latitude=49.01&longitude=8.40&daily=temperature_2m_max&models=icon_seamless,gfs_seamless,ecmwf_ifs025&timezone=Europe/Berlin"Und die Messung, gegen die die Nachkontrolle prüft, kommt von Bright Sky:
curl "https://api.brightsky.dev/current_weather?lat=49.01&lon=8.40"Dieselben Antworten, die die Seite bekommt. Wenn ihre Zahlen von deinen abweichen, hast du sie erwischt.
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Das offene Archiv herunterladen.
Die Seite legt alle sechs Stunden einen JSON-Schnappschuss ab — die Vorhersage von elf Modellen und die echte DWD-Messung, für deutsche Städte. Er liegt offen unter
/data/und ist mitAccess-Control-Allow-Origin: *auch programmatisch von einer fremden Seite ladbar. So kannst du die alte Vorhersage über das 7-Tage-Fenster der APIs hinaus gegen das nachhalten, was wirklich eintraf — genau die Kontrolle, die eine Wetter-App unsichtbar macht.curl "https://wetter.kaipfstr.de/data/index.json"Wie das Archiv aufgebaut ist, steht auf der Seite Daten. Neue Messwerte kommen wegen des DWD-Verzugs nur für den abgeschlossenen Vortag dazu, meist verteilt auf den Lauf am frühen Morgen und den gegen Mittag; Vorhersage, Ensemble und Warnlage mit jedem Lauf. An dieser Stelle stand bis zum 30.09.2026 „legt täglich einen JSON-Schnappschuss ab“ — gesichert wird aber seit dem 19.07.2026 alle sechs Stunden.
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Eine Vorhersage einfrieren und wiederkommen.
Der Knopf „Prüf mich nach“ auf der Hauptseite schreibt die heute gezeigten Zahlen unverändert in den URL — kein Backend, kein Kürzungsdienst. Der gespeicherte Wert wird beim Wiederkommen nie neu berechnet, sonst könnte die Seite die alte Vorhersage still gegen die neue tauschen. Speichere den Link, komm in ein paar Tagen zurück, und die Seite stellt deine alte Vorhersage der inzwischen gemessenen Wirklichkeit gegenüber. Kannst du gegen sie halten.
Und wenn du wissen willst, mit welchen Servern die Seite überhaupt
spricht: In netlify.toml nennt die connect-src der Sicherheits-Policy
jeden einzelnen der fünfzehn erlaubten Hosts — kein https: als Sammelpass.
Was nicht dort steht, kann die Seite nicht anfragen; der Browser blockiert es.