Eingabe
Unterstützter Bereich: −45 bis +60 °C, Sättigung über Wasser.
Dieser Rechner unterstützt 0 bis 100 %. Werte außerhalb werden nicht stillschweigend angepasst.
Rechenweg für deine Eingabe
Die folgenden Schritte verwenden deine Eingaben. Angezeigte Zwischenwerte sind gerundet; intern wird mit ungerundeten Werten weitergerechnet. Die Formeln liefern Näherungswerte.
Der Link enthält Temperatur und relative Luftfeuchte. Beim Öffnen werden die Ergebnisse neu berechnet; der Link ist keine gespeicherte Ergebnisansicht. Teilen ist nur mit gültigen Eingaben möglich.
Als Dezimaltrennzeichen kannst du Komma oder Punkt tippen. Der Taupunkt ist die Temperatur, auf die die Luft abkühlen müsste, um gesättigt zu sein (100 %); darunter bildet sich Tau/Nebel. Aus dem Abstand zwischen Temperatur und Taupunkt schätzt der Wolkenbasis-Rechner, in welcher Höhe Quellwolken beginnen. Der Schwüle-Hinweis nutzt die DWD-Schwelle Dampfdruck 18,8 hPa; nach der Magnus-Formel unten entspricht das einem Taupunkt von 16,6 °C, oft gerundet zu „17 °C“ (siehe Luftfeuchtigkeit und Gefühlte Temperatur). Verglichen wird der angezeigte, auf 0,1 hPa gerundete Dampfdruck. An dieser Stelle stand bis zum 30.09.2026 „DWD-Schwelle Taupunkt 17 °C“, und so hat der Rechner auch geprüft — bei 30 °C und 45 % (Dampfdruck 19,1 hPa, Taupunkt 16,8 °C) sagte er deshalb „nein“, obwohl die DWD-Grenze überschritten ist.
Formel & Quellen (ehrlich)
Gerechnet mit der Magnus-Formel: E(T) = 6,112 · exp(17,62 · T / (243,12 + T)) hPa; daraus Taupunkt und absolute Feuchte. Der DWD nennt die Magnus-Formel ausdrücklich als Weg, diesen Zusammenhang zu berechnen (siehe DWD-Glossar: Dampfdruck); die Koeffizienten (17,62 und 243,12 °C, über Wasser) entsprechen den WMO-empfohlenen Magnus-Werten aus dem WMO-Leitfaden für meteorologische Instrumente (CIMO Guide, WMO-No. 8).
Die konkreten Koeffizienten und der Temperaturbereich lassen sich auch beim National Physical Laboratory: Dew point and relative humidity nachlesen (Gleichung 2). Dort steht der Dampfdruck in Pascal; 611,2 Pa entsprechen den hier verwendeten 6,112 hPa.
Grenzen: Bis zum 31.10.2026 stand hier die pauschale Genauigkeitsangabe:
Die Magnus-Formel ist eine sehr genaue Näherung (Abweichung < 0,1 °C)
im Bereich etwa −45 bis +60 °C über Wasser — kein exakter Labortabellenwert.
Eine allgemeine Fehlergrenze von 0,1 °C für den berechneten Taupunkt ist damit nicht
belegt. NPL nennt eine Unsicherheit für den Sättigungsdampfdruck; daraus folgt keine solche
pauschale Taupunktgenauigkeit für beliebige Eingaben. Die Nachkommastellen der Anzeige sind
eine Rundung, keine Zusage über die Genauigkeit deiner Messwerte.
Der amtliche DWD-„gefühlte Temperatur"-Wert ist ein anderes, komplexeres Modell; hier geht es nur
um Taupunkt/Feuchte.
Grenzfälle richtig lesen: Bei 100 % relativer Feuchte entspricht der Taupunkt in dieser Rechnung der Lufttemperatur. Bei 0 % sind Dampfdruck und absolute Feuchte null; einen endlichen Taupunkt liefert die Formel dann nicht. Ein Gedankenstrich an dieser Stelle bedeutet daher nicht 0 °C.
Auch bei einer Lufttemperatur im unterstützten Bereich kann die Taupunktrechnung unter −45 °C führen. Dann zeigt der Rechner für den Taupunkt keine Zahl und erklärt die Bereichsgrenze; die anderen berechenbaren Größen bleiben sichtbar. Die verwendeten Koeffizienten beziehen sich auf Sättigung über Wasser, auch unter 0 °C — ein Frostpunkt über Eis wird hier nicht berechnet.
Anwendung: Ob Lüften eine Wohnung trocknet oder einen Keller im Sommer nass macht, rechnet Richtig lüften mit derselben Magnus-Formel vor — auf Wunsch für die nächsten 48 Stunden.
Verwandt: Taupunkt · Luftfeuchtigkeit · Gefühlte Temperatur · Einheiten-Umrechner · Kühlgrenz-Rechner (Feuchtkugeltemperatur).