Auf einen Blick
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Die Zahlen auf dieser Seite braucht JavaScript; sie stehen auch roh unter /data/spruenge.json. Die Erklärungen gelten auch ohne.
Was ein Sprung ist
Jeden Tag geben die Modelle eine neue Vorhersage für die nächsten Tage aus. Nimm einen Zieltag, etwa den kommenden Samstag. Am Montag sagte der Median der Modelle 24 °C, am Dienstag 26 °C: Die Vorhersage ist um 2 K nach oben gesprungen. Sagt sie am Mittwoch wieder 24 °C, hat der nächste Lauf die Korrektur zurückgenommen — das ist hier eine Gegenbewegung. Die Zahlen in diesem Absatz sind ein ausgedachtes Beispiel; die echten stehen oben und unten.
Sprung bei Vorlauf L = Median(L) − Median(L+1)
Gegenbewegung: Sprung(L+1) und Sprung(L) haben verschiedene Vorzeichen
Vorlauf heißt: wie viele Kalendertage zwischen dem Ausgabetag und dem Zieltag liegen. „1 → 0“ ist der Schritt von der Vorhersage am Vortag zur Vorhersage am Tag selbst, „7 → 6“ der weiteste, den das Archiv kennt.
Wie weit springt die Vorhersage?
Je Schritt im Vorlauf, für alle Städte und Zieltage. Gerechnet wird nur mit den Modellen, die in beiden Ständen einen Wert haben: MeteoFrance, CMA-GRAPES und UKMO rechnen nicht so weit wie die anderen. Würde man je Stand alle nehmen, spränge der Median dort, wo eines von ihnen wegfällt — ohne dass sich an der Vorhersage etwas geändert hätte.
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Nimmt der nächste Lauf die Korrektur zurück?
Drei aufeinanderfolgende Ausgabetage, zwei Sprünge. Zeigt der zweite in die Gegenrichtung, war der erste zum Teil ein Ausrutscher. Wie oft das sein sollte, ist keine Messgröße, sondern hängt von einer Annahme ab. Zwei Annahmen geben zwei Vergleichswerte:
- Jeder Sprung ist neue Information. Dann weiß der nächste Lauf nichts darüber, in welche Richtung der vorige gesprungen ist, und zeigt in etwa der Hälfte der Fälle zurück. So verhält sich im Idealfall eine Vorhersage, die jede neue Beobachtung voll nutzt.
- Die Stände streuen nur zufällig um die Wahrheit, unabhängig voneinander und gleich stark. Dann ist von drei Ständen der mittlere in zwei von drei Fällen der höchste oder der niedrigste — und genau dann zeigen die beiden Sprünge in verschiedene Richtungen. Das ergibt zwei Drittel.
Beides gilt für echte Modellläufe nur ungefähr: Fehler weit vor dem Tag sind größer als kurz davor, und aufeinanderfolgende Läufe teilen sich viel. Die Vergleichswerte sind deshalb Orientierung, kein Sollwert.
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Führt der Sprung zur Messung?
Nur Zieltage, für die es schon eine DWD-Messung gibt. Gezählt wird, ob der neue Stand näher an der gemessenen Höchsttemperatur liegt als der alte — getrennt nach Sprüngen nach oben und nach unten, weil eine beständige Schlagseite eine Richtung begünstigen kann: der Versatz zwischen Station und Modellgitter ebenso wie ein Fehler der Modelle. Ob sie es tut, prüft eine Gegenprobe, in der die Schlagseite jeder Stadt herausgerechnet ist.
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Heute allein oder Mittel aus heute und gestern?
Wenn ein Teil jedes Sprungs Zufall ist, müsste es helfen, den neuen Stand mit dem alten zu mitteln. Wenn der neue Lauf dagegen wirklich mehr weiß, verwässert das Mittel ihn. Beides wird auf denselben Fällen verglichen.
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Stimmt der Satz „eine Linie, die stark springt, heißt: unsicher“?
Auf der Seite Wie sich unsere Vorhersage verschiebt steht er seit dem Start. Geprüft wird er so: Die Fälle eines Vorlaufs werden nach der Größe des letzten Sprungs in drei Gruppen geteilt — kleine, mittlere, große Sprünge. Stimmt der Satz, liegt der neue Stand nach großen Sprüngen im Mittel weiter von der Messung entfernt als nach kleinen.
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Ein Beispiel aus dem Archiv
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Drei Modelle einzeln
Der Median vieler Modelle läuft glatter als jedes einzelne. Deshalb dieselben Zahlen für die drei großen Globalmodelle von ECMWF, DWD und NOAA — jedes nur mit sich selbst verglichen.
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Erster und letzter Lauf desselben Tages
Sonst zählt auf dieser Seite je Ausgabetag nur der früheste Lauf. Hier, und nur hier, wird er mit dem letzten Lauf desselben Tages verglichen: Hilft es, ein paar Stunden später nachzusehen?
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Wie gerechnet wird
- Aus dem eigenen Archiv. Die Vorhersagen stehen unter /data/forecasts/, die Messungen in /data/measured.json, das Ergebnis in /data/spruenge.json (Aufbau: Das offene Datenarchiv). Gerechnet wird bei jedem Schnappschuss neu, nicht in deinem Browser.
- Ein Lauf je Ausgabetag, der früheste — ausgewählt nach der Uhrzeit in der Datei, nicht nach dem Dateinamen. Dieselbe Regel wie in der Trefferquote. Die Ausnahme ist der Vergleich erster gegen letzter Lauf, oben ausdrücklich benannt.
- Ein Sprung braucht zwei aufeinanderfolgende Ausgabetage. Über eine Lücke im Archiv hinweg wird nicht gesprungen: Ein Unterschied über drei Tage wäre kein Sprung von Lauf zu Lauf.
- Gemeinsame Modellmenge. Je Sprung zählen nur die Modelle, die in beiden Ständen einen Wert haben, bei der Gegenbewegung nur die, die in allen drei Ständen einen haben — mindestens zwei. Der Median über alle liefernden Modelle steht zum Vergleich in der Tabelle.
- Kein Sprung ist kein Sprung. Hat sich der Median nicht bewegt, zählt das Paar nicht zur Gegenbewegung; wie viele solche Paare es gab, steht dabei.
- Sprunggröße und Gegenbewegung brauchen keine Messung und zählen auch Zieltage, die noch nicht gemessen sind. Richtung, Mittel und Drittel zählen nur Zieltage mit DWD-Messung.
- Drittel werden an den Grenzen des 1/3- und 2/3-Quantils der Sprunggröße geschnitten. Gleich große Sprünge landen in derselben Gruppe, die Gruppen sind deshalb nicht exakt gleich groß.
- Spannen statt Punktwerte. Die Kernzahlen tragen eine 95-%-Spanne aus Ziehungen ganzer Zieltage — an einem Tag springen viele Städte gemeinsam, deshalb wird ein Tag immer mit allen seinen Städten gezogen. Ein Urteil wie „erkennbar besser“ steht nur dort, wo die Spanne den Vergleichswert nicht enthält; sonst steht dort, dass es sich nicht trennen lässt.
- Großer Sprung heißt: das obere Drittel der Sprünge dieses Vorlaufs. Eine feste Grenze in Kelvin hieße kurz vor dem Tag etwas ganz anderes als eine Woche vorher.
- Mindestzahl. Unter einer festen Zahl von Fällen je Wert (sie steht oben in der Datengrundlage) steht statt einer Zahl „wächst“; „keine Fälle“ heißt, das Modell liefert so weit gar nicht.
Annahmen, offen benannt
- Die Vergleichswerte der Gegenbewegung sind Annahmen. Die Hälfte gilt für eine Vorhersage, deren Sprünge reine neue Information sind; zwei Drittel für Stände, die unabhängig und gleich stark um die Wahrheit streuen. Echte Läufe sind weder das eine noch das andere.
- Die Fälle sind nicht unabhängig. Am selben Tag springen oft viele Städte gemeinsam, weil dieselbe Wetterlage sie betrifft. Die Zahl der Fälle überschätzt deshalb, wie viel unabhängige Information darin steckt — effektiv sind es eher so viele Fälle wie Zieltage. Die Spannen ziehen deshalb ganze Zieltage; benachbarte Tage gelten dabei aber als unabhängig, die Spannen sind also eher zu schmal als zu breit.
- Der Median ist der Median der gemeinsamen Modelle, nicht immer genau die Zahl, die die Startseite damals gezeigt hat. Wie viele Modelle es im Median waren, steht in der ersten Tabelle.
Grenzen
- Punkt gegen Gitter. Gemessen wird an einer DWD-Station, die Modelle rechnen für eine Gitterzelle. Der Versatz ändert keinen Sprung, wohl aber jeden Fehler — und er kann in der Frage „näher an der Messung?“ eine Richtung begünstigen. Wie viel davon bleibt, wenn man die Schlagseite herausrechnet, steht beim Abschnitt zur Richtung.
- Ein kurzer Sommer. Das Archiv beginnt am 18.07.2026 und hat Lücken (welche, steht oben in der Datengrundlage). Wie die Sprünge im Winter aussehen, sagt diese Seite nicht.
- Nur der Höchstwert. Tiefstwerte stehen erst seit dem 26.09.2026 im Archiv; Regen und Wind springen anders und sind hier nicht gerechnet.
- Elf Namen sind nicht elf Meinungen. KNMI, DMI und MET Norway liefern bei längerem Vorlauf meist dieselben Werte — wie oft, steht je Schritt in der ersten Tabelle (Elf Modelle — wie viele Meinungen?). Dann zählen sie im Median dreifach und springen gemeinsam. Eine Gegenprobe zählt sie nur einmal; das Beispiel muss in beiden Rechnungen ein Hin und Her sein.
- Zusammengesetzte Modellreihen. Die „seamless“-Reihen von Open-Meteo, etwa die von ICON, setzen sich laut Open-Meteo je nach Vorlauf aus verschiedenen Modellgittern zusammen. Ein Teil eines Sprungs kann der Wechsel zwischen ihnen sein.
- Ein Ausgabetag hat mehrere Läufe. Gewertet wird je Tag der früheste; wer am Abend nachsieht, sieht einen späteren Stand und damit andere Sprünge.
Quellen
Archiv dieser Seite: Vorhersagen von Open-Meteo (CC BY 4.0), abgelegt unter /data/forecasts/; Messungen des DWD über Bright Sky (DWD GeoNutzV) in /data/measured.json; die Auswertung dieser Seite in /data/spruenge.json, mit allen Regeln im Klartext. Aufbau aller Dateien: Das offene Datenarchiv.
Gerechnet in .github/scripts/snapshot.py, Funktion build_spruenge, bei
jedem Schnappschuss neu. Die Seite selbst rechnet nichts, sie liest nur diese eine Datei.
Dass sich Vorhersagen von Lauf zu Lauf hin und her bewegen, untersuchen Wetterdienste unter dem Stichwort Konsistenz (englisch „forecast jumpiness“). Wir zitieren hier keine Zahlen daraus, weil sie sich auf andere Größen, Gebiete und Zeiträume beziehen — was für diese 25 Städte gilt, steht oben.